Störchen in Rust droht Abschiebung

Wie aus dem engsten Umfeld von Inneminister Kickl verlautbart wurde, werden die „Zügel nun deutlich angezogen“.

„Tausende Vögel kommen jedes Jahr im Frühjahr aus Afrika nach Österreich. Der EU ist es bisher nicht gelungen deren Flugrouten über das Mittelmeer und den Nahen Osten in unsere Heimat dicht zu machen. Italien fängt jährlich tausende Zugvögel ab, doch ohne Unterstützung durch die EU sind sie der Federflut nicht gewachsen“. Dies erläutert der Kommunikationsverantwortliche im Innenministerium Höferl auf Anfrage.
Adler im Anflug„Unser lieber Freund Vikctor Orban unternimmt bereits Schritte gegen den unkontrollierten Zuflug des afrikanischen Federviehs. Die Ungarn berichten über erste Erfolge durch den Einsatz von abgerichteten Falken und Adlern während des Tages. Im nächtlichen ungarischen Luftraum patrouillieren Uhus und kleinere Eulenarten .

Uhu sitztein von der FPÖ eigens eingeflogener Ornithologe erklärt warum gerade die Störche abgeschoben werden: „Die Störche mit ihrem Gewicht von 3-4 kg und einer Spannweite von bis zu 200cm sind einfach zu groß für Orbans Falken. Etwaige Netze überfliegt Meister Adebar einfach in einer unverschämten Arroganz. Zudem ist die Anzahl der Störche überschaubar und die Abschiebung daher kein Problem für die österreichische Exekutive“

Laut Höferl sind Störche exemplarische Sozialschmarotzer: „Sie kommen im Frühjahr zu uns, zuerst die männlichen Störche, um ihre illegal erbauten Nester notdürftig reparieren. Diese Behausungen sind so schwer, daß sie die Bausubstanz der darunterliegenden Häuser braver österreichischer Steuzahlerinnen und Steuerzahler gefährden.
Sie holen ihre Weibchen nach und bringen hier ihre Brut zur Welt. Dazu fressen sie Unmengen an echten heimischen Insekten, Fröschen Fischen und Co. Am Ende des Sommers düsen sie dann einfach Richtung Süden. Sie machen sich breit, ohne den geringsten Beitrag für unsere Leute daham geleistet zu haben. Das können wir als echte Heimatpartei nicht ignorieren!“

beringtes StorchenbeinUnsere eigenen Nachforschungen haben ergeben, daß nur die wenigsten Störche über gültige Ausweispapiere in Form von ELSA Ringen verfügen. Die meisten Tiere besitzen keinerlei Papiere. Es ist somit kaum möglich einen Nachweis zu erbringen, ob Tiere aus einem Krisengebiet stammen und asylberechtigt wären. Von der FPÖ werden sie daher als klassische Wirtschaftsflüchtlinge betrachtet.

Storch im Anflug auf NestDie Frage, was 2019 passiert, wenn die nabgeschobenen Störche erneut versuchen nach Österreich zu kommen beantwortet Höferl so: „Wir hoffen, daß die EU die, von uns schon mehrfach geforderten, Registrierungszentren außerhalb des Gemeinschaftsgebietes endlich fertigstellt. Jeder Storch kann dann beispielsweise in einem Zentrum in Lybien die Einreise beantragen. Wir werden jedoch alle Versuche, sich in unseren Auen und Sumpfwiesen illegal den Bauch vollzuschlagen unterbinden. Wir können uns auch drastischere Maßnahmen vorstellen“.

Die kostenlose Abgabe von Schrotpatronen an Jäger aus den Reihen der Burschenschafter in den Gebieten um den Neusiedler See ist die eine Möglichkeit. Andererseits sollen vermehrt Sumpfwiesen als Gewerbegebiete gewidmet werden und so durch großflächige Bodenversiegelungen den Störchen der Garaus gemacht werden.
Aus dem Büro von Infrastrukturminister Hofer heißt es dazu: „Dieser Teil ist im Rahmen der neuen Staatszielbestimmung zum Wirtschaftsstandort Österreich als Verfassungsauftrag so gut wie beschlossen“.

Finanziert werden die Rückführungen aus den Sondertöpfen der FPÖ Ministerien, die diese ja zur persönlichen Belustigung frei verwenden können.

„Wir werden mit den Rückführungen umgehend beginnen. Nach einer Evaluierung im Herbst wird die Aktion 2019 auch auf die Weißstorchkolonien in den Marchauen ausgedehnt werden. Etwaige bereits gelegte Eier der Abzuschiebenden werden dann in Rust bei einem FPÖ Gemeindefest in Form einer Gratiseierspeis´ an die Besucher verteilt.“ so Höferl abschliessend.

Wie aus dem Raucherkammerl des Infrastrukturministeriums verlautbart wurde, übernimmt Norbert Hofer persönlich den Abbau der illegal errichteten Storchenhorste in Rust bis Jahresende: „Ich will Meier heißen, wenn auch nur ein Storch im nächsten Jahr über Rust erscheint“.

Storch mit Baby im SchnabelDer Storchenverein Rust ist empört über das Vorhaben der Regierung: „Das ist das Aus für unseren Verein. Die Regierung ignoriert die Bedeutung der Störche für den Fremdenverkehr in der Region. Unsere Region wird noch weniger Investitionen anziehen können. Es ist zu befürchten, dass sich die Abschiebung der Störche auf die Geburtenrate der Österreicherinnen und Österreicher negativ auswirkt. Weniger österreichische Kinder bedeuten indirekt mehr Überfremdung“.

Taube von hintenDer WWF vermutet, daß es sich bei den Storchabschiebungen um eine Vergeltungsaktion handelt. „Hier werden Störche in Sippenhaft für andere Vögel genommen“.

Wie kürzlich bekannt geworden ist, haben vor einigen Wochen mehrere Tauben versucht Vizekanzler Karl Heinz Strache mittels eines Giftanschlags auszuschalten. Sie haben Unmengen an ekligem Sekret auf dem Fensterbrett seines Büros abgesondert. „Ich habe das Fenster aufgmacht, weil ich eine rauchen wollte. Die Attentäter ergriffen sofort die Flucht wie sie mich entdeckt haben. Ich hab´sie zwar nur mehr von hinten gesehen, aber es waren eindeutig Vögel, wahrscheinlich illegale“.

Die ABC Einheit des Bundesheeres konnte das kontaminierte Material in einer aufwändigen und kostspieligen Aktion entsorgen. Der noch verbliebene braune Dreck wurde direkt an den Vizekanzler übergeben. „Den brauch´i noch, damit muss i ein paar ORF Journalisten bewerfen“ erläütert der verschmitzt grinsende Vizekanzler im Gepräch mit Steger.

Offen bleiben seitens des Innenministeriums Fragen zu etwaigen Abschiebungen von Kuckuck, Mauersegler und Co. Sie allesamt sind während der warmen Jahreszeit illegal im Land und belasten österreichische Ressourcen. Sie leisten keinen Beitrag zum Sozialprodukt. „Die Kuckucke besitzen sogar die Frechheit, ihre noch ungeschlüpfte Brut echten österreichischen Vögeln unterzujubeln. Diese haben dadurch noch mehr Mäuler zu stopfen und werden so in ihrer eigenen Existenz massiv gefährdet. Das ist einfach inakzeptabel!“ empört sich Kommunikationsbeauftragter Höferl.

Kurz nach Bekanntwerden der Storchenaffaire stellen WWF und namhafte Ornithologen eine Frage: „Was passiert mit Störchen, die bereits ganzjährig in Österreich ihren Aufenthalt haben? Diese Tiere haben teilweise ihr ganzes Leben in Österreich verbracht und sind bestens integriert. Sie haben keinerlei Bezug mehr zu Afrika und würden eine Abschiebung wahrscheinlich nicht lange überleben. Das ist wie Schnabel einfach zukleben und ab in den Flieger.“

„Es wird keine Ausnahmen geben“ so der Innenminister der FPÖ auf Nachfrage. „Aufschub zum Abschub gäbe es nur für kranke, oder verletzte Vögel. Sie können bis zu ihrer Genesung, konzentriert auf ein Lager, im Land bleiben.“

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