Powershell und Office 365 für KMU

Update 07.02.2014
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Unter Windows 8 benötigen sie das “Windows Azure Active Directory-Modul für Windows PowerShell”
Alles andere sollte bereits standardmässig im System vorhanden sein.
version-7-oder-hoeher-erforderlichAch ja: Sollte bei der Installation folgender Fehler auftreten:“Sie benötigen Version 7.0 oder höher des Microsoft Online Services Anmeldeassistenten, wenn Sie das Windows Azure Active Directory-Modul für Windows PowerShell auf diesem Computer installieren möchten”, obwohl die Systemvoraussetzugnen (Powershell, Online Services Sign-in Assistant) erfüllt sind, gibt es auch dafür eine Lösung oder gar zwei.
Die Deutsche Version des Windows Azure Active Directory Module for Windows PowerShell liegt zwar in der richtigen Version vor, das Setup setzt aber den Registry-Schlüssel dafür nicht richtig. Die englische Version macht das korrekt.
Lösung 1: Folgenden Registry Key ändern.

HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\MSOIdentityCRL] "MSOIDCRLVersion"="7.250.4551.0"

Dann läuft der Assistent durch. Nach der Installation kann der Wert wieder zurückgesetzt werden.
Lösung 2:
Den Microsoft Online Services Sign-In Assistant for IT Professionals BETA in der englischen Version installieren
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Mit Office 365 biette Microsoft kleinen und mittleren Unternehmen die Möglichkeit Mailing und Office Funktionen direkt in der Cloud zu nutzen.
Office 365Im Hintergrund werkelt zu diesem Zweck Exchange 2010.
Als Client unbedingt empfehlenswert ist die Verwendung von Outlook 2007 oder höher, da mit Version 2003 oder niedriger keine Verbindung zum Maildienst hergestellt werden kann.
Die Verbindung erfolgt nämlich mittels der „Autodiscover“ Funktion und diese wird von Outlook 2003 und darunter nicht unterstützt.

Natürlich besteht aber die Möglichkeit die Mail, Kalender und Kontaktfunktionen mittels OWA (=Outlook Web Access ) zu nutzen. Wenn man das mit dem IE9 realisiert hat man auch fast das gleiche „Look & Feel“ wie bei der Verwendung von Outlook selbst. Sogar das Teilen von Kalendern ist damit möglich.
Weiters stellt Office 365 Lync Online, Sharepoint Dienste zum gemeinsamen Arbeiten an Dokumenten und die Office Online Apps Word, Excel, Powerpoint in abgespeckten Versionen zur Verfügung.
Die angenehmste Änderung für ganz kleine Unternehmen: Im Gegensatz zum Vorgänger BPOS (=Business Productivity Online Suite ) ist es nicht mehr notwendig ein Minimum an Accounts zu kaufen. Bei BPOS waren das 5.
Somit ist man in der kleinsten Variante Plan P bei Office 365 mit € 5,25 pro Monat bereits dabei.

Zur Verwaltung von Office 365 stellt Microsoft eine webbasierte Administrationsoberfläche zur Verfügung, mit der sich fast alle Aufgaben erledigen lassen.

Office 365Und das was sich nicht über diese Oberfläche erledigen lässt, kann man mittels Powershell durchführen.
Ja man kann mittels Powershell eine direkte Verbindung zum Exchange in der Cloud herstellen und dort eine grosse Anzahl an Befehlen verwenden, die man auch am lokalen Exchange 2010 zur Verfügung hat.
Um nun eine Verbindung zu Office 365 herstellen zu können ist aber ein bisschen Vorarbeit notwendig:

  • Version Windows PowerShell v2 und WinRM 2.0 muss installiert sein. Wenn auf dem Rechner Windows 7 oder W2K8 R2 ausgeführt wird, müssen sie nichts installieren. Das Windows-Verwaltungsframework ist bereits installiert. Bei älteren Windows Version ist zuerst das Framework herunterzuladen.
  • Sie müssen zuerst den Microsoft Online Services Sign-in Assistant installieren.
  • Danach müssen die eigentlichen Commandlets installiert werden.
    Der Installer fügt das „Microsoft Online Services Module for Windows PowerShell“ zum Startmenü hinzu.
    Dieser Link öffnet einen Powershell Arbeitsbereich, der bereits über die Cmdlets verfügt.
    Alle dafür notwendigen Dateien finden sie in einem Zip Archiv. Den Downloadlink finden sie am Ende des Artikels.
  • Alternativ können sie auch eine Powershell öffnen und mit folgenden Befehlen eine Verbindung herstellen und die Cmdlets einbinden.

Das Powershellfenster ist nämlich übersichtlicher, als die schwarze Shell die der Installer öffnet.

Set-ExecutionPolicy RemoteSigned import-module MSOnline Connect-MsolService

Der folgende Befehl gibt eine Übersicht der möglichen Befehle.

get-module MSOnline

Mit dem Befehl

get-help <cmdlet -name> -detailed

sehen sie die Hilfe zum gewählten Cmdlet
Eine Übersicht der möglichen Befehle finden sie auf den Microsoft Webseiten

Beispiel 1:
Wer ein Office 365-Konto hat, wird festgestellt haben, daß man das Kennwort alle 90 Tage ändern muß.
In der Webkonfiguration ist es jedoch leider nicht möglich, den Kennwortablauf zu beeinflussen.
Man kann dort lediglich sein Kennwort ändern. Wenn der Benutzername bekannt ist, kann direkt mit folgendem Befehl der Kennwortablauf abgeschaltet werden:

Set-MsolUser -UserPrincipalName <username> -PasswordNeverExpires $True

Um die zur Verfügung stehenden Benutzer und Benutzernamen anzuzeigen kann folgender Befehl verwendet werden:

Get-MsolUser

Um das Ergebnis zu prüfen kann folgender Befehl verwendet werden:

Get-MsolUser | fl

Beispiel 2:
Sie wollen ein Benutzerpostfach in ein Raumpostfach abändern:
Mit

Get-Mailbox

erhalten Sie den Namen des Postfaches, welches geändert werden soll.
Mit

Get-mailbox -identity [postfachname] | fl recipienttype*

erhalten Sie den Typ der Mailbox.
Nun können Sie den Typ mit

Set-Mailbox [postfachname] -type room

ändern.
Für den Parameter Type können sie folgende Werte verwenden:

  • Room: Beschreibt ein Ressourcenpostfach, das üblicherweise einem Ort wie Schulungsraum oder Konferenzzimmer zugewiesen wird.
  • Equipment: Ist ein Postfach für eine ortsunabhängige Ressource wie ein Laptop, oder ein Firmenauto.
  • Shared: Ist ein Postfach, bei dem die Anmeldung durch mehrere Benutzer zulässig ist.

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